Es werden keine Unterarten unterschieden.
Zur Nomenklatur: die Formelhaftigkeit vieler
Schmetterlingsnamen hat bereits Linnaeus (1758) eingeführt;
solche Namen müssen nach den Nomenklaturregeln jeweils für
sich analysiert und bewertet werden (siehe Erklärung).
Die Originalbeschreibung dieser Art als "Phalaena
adansoniella" hält sich an die von Linnaeus (1758) eingeführte
Formelendung -ella für die Gruppe Tineae. Die Wortform bezieht
sich offensichtlich auf den französischen Naturforscher Michel
Adanson (1727 – 1806), dessen Nachname über den Bindevokal -i-
mit der Tineae-Formelendung -ella verküpft wurde. Ein solches
Vorgehen war von Linnaeus (1758) ursprünglich vermutlich als
adjektivische Verwendung gedacht (hier dann im Sinne von "die
adansonsche Phalaena"), könnte aber auch als Widmung im
genitivischen Gebrauch gedeutet werden (hier dann im Sinne von
"Adansons Phalaena". Die Endung -ella ist aber keine reguläre
Adjektivendung (außer bei wenigen von Diminutiven abgeleiteten
Adjektiven, z. B. pulchella), und keine Partizipialendung oder
Genitivendung. Somit fällt es nicht unter ICZN Article 31.2.2.
"where it may be either" ("wenn es beides sein könnte"),
sondern es ist linguistisch betrachtet keines von beiden: es
handelt sich weder um ein lateinisches Adjektiv/Partizip noch
um ein lateinisches Substantiv. Das Epitheton ist überhaupt
kein echtes (d.h. linguistisch belegtes) lateinisches Wort und
stellt auch keine Latinisierung eines nicht-lateinischen
Wortes dar. Die Wortschöpfung adansoniella fällt also unter
ICZN Article 31.2.3. ("be treated as indeclinable") und wird
somit nicht an das grammatikalische Geschlecht des
Gattungsnamens angepasst.