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Nematopogon schwarziellus
   
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Synonyme und andere Namen:
(1) Nematopogon schwarziellus Zeller, 1839 (p. 185; TL: "im Waldgesträuch des 2788' hohen Basaltberges Spitzberg, 2 Meilen von Hirschberg", "kommt auch in Boehmen vor")
Nematopogon schwarziella Zeller, 1839
Nemophora schwarziella (Zeller, 1839)
(2) Nemophora carteri Stainton, 1854
(3) Nematopogon swarziellus auct. (Falschschreibung)

Wichtige Fehlbestimmungen:
(a) Nemophora pilella auct. nec Denis et Schiffermueller, 1775
Nematopogon pilellus auct. nec Denis et Schiffermueller, 1775
(b) Nematopogon panzerella auct. nec Fabricius, 1794

Es werden keine Unterarten unterschieden.
Zur Nomenklatur: die Formelhaftigkeit vieler Schmetterlingsnamen hat bereits Linnaeus (1758) eingeführt; solche Namen müssen nach den Nomenklaturregeln jeweils für sich analysiert und bewertet werden (siehe Erklärung). Das Artepithet in der Originalschreibweise lautet "schwarziellus". Dies ist eine Lautmalerei in Form einer Widmung an eine Person mit dem Nachnamen Schwarz, möglicherweise ist der deutsche Entomologe Christian Schwarz (1760 – 1835) gemeint. Zeller (1839) verwendet das Artepithet ganz klar adjektivisch, da er in Gattungen mit grammatikalisch weiblichem Gattungsnamen die Endung -ella, in Gattungen mit grammatikalisch männlichem Gattungsnamen die Endung -ellus, und in Gattungen mit grammatikalisch sächlichem Gattungsnamen die Endung -ellum benutzt. Der Gebrauch in der Originalbeschreibung als adjektivisch oder substantivisch ist aber nur relevant für tatsächlich existierende Wörter (siehe die Formulierung in ICZN Article 31.2.2. "where it may be either" ("wenn es beides sein könnte"). Im vorliegenden Fall kann es aber nicht beides sein, sondern es ist keines von beiden: es handelt sich weder um ein lateinisches Adjektiv/Partizip noch um ein lateinisches Substantiv. Das Epitheton ist überhaupt kein echtes (d.h. linguistisch belegtes) lateinisches Wort und stellt auch keine Latinisierung eines nicht-lateinischen Wortes dar. Die Wortschöpfung schwarziellus fällt also unter ICZN Article 31.2.3. ("be treated as indeclinable") und wird somit nicht an das grammatikalische Geschlecht des Gattungsnamens angepasst.

Quellen und Einzelnachweise
International Commission on Zoological Nomenclature. 1999. International Code of Zoological Nomenclature. Fourth Edition. The International Trust for Zoological Nomenclature, London.

Linnaeus C. 1758. Systema naturae. Tomus I. Editio decima, reformata. Laurentius Salvius, Stockholm.

Zeller PC. 1839. Versuch einer naturgemäßen Eintheilung der Schaben. Isis von Oken Jahrgang 1839, 167-220.



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Zoographia Germaniae wird verfasst und herausgegeben von Niko Prpic-Schäper.
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