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Diachrysia stenochrysis
Tutts Messingeule
Rosbach vor der Höhe (Hessen), 22. August 2026.

Rosbach vor der Höhe (Hessen), 22. August 2026.

Synonyme und andere Namen:
(1) Phytometra stenochrysis Warren, 1913
Diachrysia stenochrysis (Warren, 1913)
(2) Phytometra multauri Bryk, 1942
(3) Plusia tutti Kostrowicki, 1961
Diachrysia tutti (Kostrowicki, 1961)

Die Art ist in Europa weit verbreitet und kommt durch Zentralasien östlich bis zum japanischen Archipel vor. Diese Art bildet zusammen mit Diachrysia chrysitis einen Artenkomplex, der auf genomischer Ebene gut differenziert werden kann, der jedoch morphologisch schwer zu trennen ist. Das hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Artberechtigung von Diachrysia stenochrysis vielfach angezweifelt wurde. Die beiden Arten unterscheiden sich in der Gesamtheit ihres Erbguts jedoch sehr deutlich voneinander (Khan et al. 2026). Die Flügelfärbung zeigt Unterschiede, die aber nicht in allen Fällen zur Bestimmung herangezogen werden können. Wenn das braune Mittelband der Vorderflügel nicht durch die Fläche gold-metallischer Schuppen unterbrochen wird, dann handelt es sich stets um Diachrysia chrysitis. Wenn das braune Band durch die metallischen Schuppen unterbrochen wird, handelt es sich meist um Diachrysia stenochrysis, es gibt jedoch auch Exemplare von Diachrysia chrysitis, bei denen ebenfalls eine Unterbrechung des braunen Bandes vorliegt. Khan et al. (2026) vermuten die Entstehung der beiden Arten durch Divergenz in getrennten Refugien, in denen vor allem die Pheromon-Systeme der beiden Gruppen stark divergierten. Nach dem sekundären Kontakt blieben die zwei Gruppen wegen dieser unterschiedlichen Pheromon-Kommunikation nahezu vollständig reproduktiv isoliert, so dass die Ausbreitung der beiden Gruppen über ihre Refugien hinaus zwar zu einer nahezu vollständigen Überlappung der heutigen Verbreitungsgebiete, aber nicht zur Vermischung der beiden Gruppen geführt hat.

Quellen und Einzelnachweise
Khan M, Joshi M, Ryrholm N, Huemer P, Espeland M, Ivanov V, Mutanen M. 2026. Target capture efficiently resolves the long-standing taxonomic dead end of Diachrysia moths. Systematic Entomology 51, e70043.



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