Eine überwiegend gelb gefärbte Art, mit einer
Flügelspannweite von 12 bis 15 mm. Sie ist in Europa weit
verbreitet und ist in Deutschland aus allen Bundesländern
gemeldet und nicht selten. Crassa tinctella bevorzugt lichte
Wälder, Parks und Streuobstwiesen mit alten Obstbäumen. Die
Imagines fliegen von Ende April bis Juli, sie sind am
Nachmittag und nachts aktiv und fliegen an warmen Tagen vor
allem um Einzelbäume herum, vermutlich ein
"Hill-topping"-ähnliches Verhalten, das der Partnerfindung
dient. Die Larven sind dunkel mit einem bunten Muster aus
rotgelben und gelben Flecken, Nackenschild und Kopf sind
schwarzbraun. Sie entwickeln sich ab September in Totholz von
Laubbäumen wie Apfel, Birne, Maulbeere und Weide, unter loser
Rinde und in Flechten. Sie überwintern, verpuppen sich danach
im Frühjahr, und die Imagines kriechen dann wieder ab Ende
April aus.
Zur Etymologie: lat. tinctus = "gefärbt, bestrichen",
verbunden mit der typischen, von Linnaeus eingeführten
-ella-Endung aller Artepitheta in den "Tineae".