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Oecophoridae
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Crassa tinctella
Gelbe Faulholzmotte   
Göttingen, Niedersachsen. 15. Mai 2009.

Synonyme und andere Namen:
(1) Tinea tinctella Hübner, 1796
Crassa tinctella (Hübner, 1796)
Borkhausenia tinctella (Hübner, 1796)
Tichonia tinctella (Hübner, 1796)

Eine überwiegend gelb gefärbte Art, mit einer Flügelspannweite von 12 bis 15 mm. Sie ist in Europa weit verbreitet und ist in Deutschland aus allen Bundesländern gemeldet und nicht selten. Crassa tinctella bevorzugt lichte Wälder, Parks und Streuobstwiesen mit alten Obstbäumen. Die Imagines fliegen von Ende April bis Juli, sie sind am Nachmittag und nachts aktiv und fliegen an warmen Tagen vor allem um Einzelbäume herum, vermutlich ein "Hill-topping"-ähnliches Verhalten, das der Partnerfindung dient. Die Larven sind dunkel mit einem bunten Muster aus rotgelben und gelben Flecken, Nackenschild und Kopf sind schwarzbraun. Sie entwickeln sich ab September in Totholz von Laubbäumen wie Apfel, Birne, Maulbeere und Weide, unter loser Rinde und in Flechten. Sie überwintern, verpuppen sich danach im Frühjahr, und die Imagines kriechen dann wieder ab Ende April aus.
Zur Etymologie: lat. tinctus = "gefärbt, bestrichen", verbunden mit der typischen, von Linnaeus eingeführten -ella-Endung aller Artepitheta in den "Tineae".

Quellen und Einzelnachweise
Hannemann HJ. 1997. Oecophoridae, Chimabachidae, Carcinidae, Ethmiidae, Stathmopodidae. In: Zoologisches Museum Berlin (Herausgeber). Die Tierwelt Deutschlands, 70. Teil, Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera V. Begründet von Friedrich Dahl. Gustav Fischer Verlag, Jena, Stuttgart, Lübeck, Ulm.



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