Eine überwiegend gelbbraun gefärbte Art, mit einer
Flügelspannweite von 12 bis 18 mm. Sie ist in Europa weit
verbreitet (Abb. 1) und ist in Deutschland aus allen
Bundesländern gemeldet, wird jedoch nicht häufig nachgewiesen.
Crassa unitella ist eine typische Waldart. Die Larven sind
braungrau mit helleren Streifen entlang der Mitte und den
Seiten, das Kopfschild ist schwarzbraun, der Kopf rotbraun.
Sie leben in flachen Röhren in einem losen Seidengeflecht und
ernähren sich von totem Holz von Laubbäumen wie Robinie,
Eiche, Ulme und Apfel. Man findet sie auch in Moos, Flechten,
Rindenpilzen oder unter gelockerter Baumrinde. Die Larven sind
ab September vorhanden, sie überwintern und verpuppen sich
dann im Frühjahr. Nach dem Auskriechen fliegen die Imagines
von Mai bis August an warmen, sonnigen Nachmittagen bis zur
Abenddämmerung und schwärmen um ältere oder freistehende Bäume
herum, was wahrscheinlich dem "Hill-topping"-Verhalten
entspricht und die Paarfindung erleichtert.
Zur Etymologie: lat. uniter = "vereint, einträchtig",
verbunden mit der typischen von Linnaeus eingeführten
-ella-Endung aller Artepitheta in den "Tineae".