Eine herrlich gefärbte Art mit leuchtend gelben und glänzend
blauen Zeichnungselementen auf dunklem Grund. Spannweite der
Flügel etwa 13 bis 20 mm. Die Art ist in Europa und Kleinasien
weit verbreitet und ist in Deutschland aus allen Bundesländern
gemeldet (Abb. 1).
Die Imagines fliegen von Mai bis August. Sie sind tagaktiv,
meiden jedoch die Mittagszeit. Die Art bevorzugt naturnahe
Laub- oder Laubmischwälder oder Parks mit altem Baumbestand
und ausreichend Totholz. Die Weibchen legen ihre Eier mittels
des Legebohrers in Spalten und Vertiefungen in der Rinde von
umgestürzten Laubbäumen oder Baumstümpfen ab (vor allem
Eichen, Pappeln, Weiden und Buchen) und verkleben die
Ablagestelle mit einem Sekret. Ab Oktober schlüpfen die
Larven. Sie sind ausgewachsen braungrau mit vier dunkler
erscheinenden Warzen pro Segment. Das erste Thoraxsegment und
das Analschild sind schwarzbraun, der Kopf rotbraun. Sie
überwintern unter loser Baumrinde oder in den Fruchtkörpern
von Baumschwämmen. Bis zum April haben die Larven ihre
Entwicklung abgeschlossen, verpuppen sich dann in einem losen
Gespinst und kriechen nach einer sehr kurzen Puppenruhe von
wenigen Tagen aus.
Zur Etymologie: lat. bractea, -ae = "Blattgold,
Goldblech"; mit der für Linnaeus typischen -ella-Endung seiner
"Tineae".