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Pieridae
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Gonepteryx rhamni
Zitronenfalter   
Weibchen. Ostheim vor der Rhön (Bayern). 4. August, 2004.
Männchen. Willmars (Bayern). 16. August, 2004.
Weibchen. Stockevik (Lysekil, Schweden). 30. Juni 2008.
Männchen. Göttingen (Niedersachsen). 31. August 2008.

Synonyme und andere Namen:
(1) Papilio rhamni Linnaeus, 1758
Rhodocera rhamni (Linnaeus, 1758)
Colias rhamni (Linnaeus, 1758)
Gonepteryx rhamni (Linnaeus, 1758)
Gonopteryx rhamni (Linnaeus, 1758) (Falschschreibung des Gattungsnamens)

Die Art ist in Europa, Asien und Nordafrika verbreitet. Die Art ist in Deutschland stellenweise häufig, kann aber gebietsweise oder jahresweise selten sein. Insgesamt ist ein deutlicher Bestandrückgang zu verzeichnen.
Die Art bevorzugt Wälder, Waldränder und Gebüsche, die Falter fliegen aber auch weite Strecken, so dass sie zeitweilig auch fernab von baum- oder buschreichen Habitaten angetroffen werden. Vor allem Äcker mit Luzerne werden gerne besucht. Die Imagines ernähren sich von Nektar und sind bei der Blütenwahl nur wenig wählerisch, es werden jedoch Arten mit roten, violetten oder blauen Blüten bevorzugt. Die Larven ernähren sich von den Blättern des Faulbaums (Rhamnus frangula) und des Echten Kreuzdorns (Rhamnus catharticus) (beide Rhamnaceae).
Die Falter haben eine Vorderflügellänge von etwa 26 bis 30 mm, zählen damit also zu den größeren einheimischen Tagfaltern. Die Mänchen sind leuchtend schwefelgelb mit einem orangefarbenen Doskoidalfleck. Die Weibchen gleichen den Männchen weitgehend, haben jedoch eine grünlich-weiße Flügelgrundfarbe.
Die Imagines überwintern und fliegen deshalb schon im zeitigen Frühjahr ab Februar. Balz und Paarung finden überwiegend im März und April statt. Zur Partnerfindung benötigen die Tiere gut besonnte Wald- und Gebüschränder, an denen die Männchen patrouillieren können. Die Weibchen legen ihre Eier ab April an die Raupennahrungspflanzen ab. Die Eiablage ist vom Alter und vom Standort der Nahrungspflanzen weitgehend unabhängig, die Eier werden aber mit Vorliebe in die Nähe junger Blüten- und Blattknospen abgelegt. Die Eier sind länglich spindelförmig und weiß-grünlich, später bräunlich nachdunkelnd. Die Larven schlüpfen ab Mai, sie sind zunächst hellgrün, später sattgrün mit weißem Seitenstreifen. Die Verpuppung findet an den Zweigen der Fraßpflanze statt, in einer grünen Gürtelpuppe mit gelbem Länsgstreifen und vorderen braunen Makeln. Die nächste Imaginesgeneration fliegt ab Juni, so dass die Imagines der überwinterten Generation und der diesjährigen Generation zeitweise überlappen. Ab September suchen die Imagines dann Winterquartiere auf. Dabei dienen meist einfache Verstecke unter immergrünen oder winterbelaubten Pflanzen als Orte für die Winterstarre, z.B. Brombeergebüsche, Efeuranken, Stechpalmen oder unter den Zweigen von Nadelbäumen. Daneben können die Tiere offenbar auch frei in Grashorsten oder an Halmen oder Stengeln in Winterstarre verharren.

Quellen und Einzelnachweise
Ebert G, Rennwald E. 1993. Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 1: Tagfalter 1. Korrigierter Nachdruck. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

Tolman T, Lewington R. 1998. Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart.

Kontakt

Zoographia Germaniae wird verfasst und herausgegeben von Niko Prpic-Schäper.
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