Die Art ist in Europa, Asien und Nordafrika verbreitet. Die
Art ist in Deutschland stellenweise häufig, kann aber
gebietsweise oder jahresweise selten sein. Insgesamt ist ein
deutlicher Bestandrückgang zu verzeichnen.
Die Art bevorzugt Wälder, Waldränder und Gebüsche, die Falter
fliegen aber auch weite Strecken, so dass sie zeitweilig auch
fernab von baum- oder buschreichen Habitaten angetroffen
werden. Vor allem Äcker mit Luzerne werden gerne besucht. Die
Imagines ernähren sich von Nektar und sind bei der Blütenwahl
nur wenig wählerisch, es werden jedoch Arten mit roten,
violetten oder blauen Blüten bevorzugt. Die Larven ernähren
sich von den Blättern des Faulbaums (Rhamnus frangula) und des
Echten Kreuzdorns (Rhamnus catharticus) (beide Rhamnaceae).
Die Falter haben eine Vorderflügellänge von etwa 26 bis 30 mm,
zählen damit also zu den größeren einheimischen Tagfaltern.
Die Mänchen sind leuchtend schwefelgelb mit einem
orangefarbenen Doskoidalfleck. Die Weibchen gleichen den
Männchen weitgehend, haben jedoch eine grünlich-weiße
Flügelgrundfarbe.
Die Imagines überwintern und fliegen deshalb schon im zeitigen
Frühjahr ab Februar. Balz und Paarung finden überwiegend im
März und April statt. Zur Partnerfindung benötigen die Tiere
gut besonnte Wald- und Gebüschränder, an denen die Männchen
patrouillieren können. Die Weibchen legen ihre Eier ab April
an die Raupennahrungspflanzen ab. Die Eiablage ist vom Alter
und vom Standort der Nahrungspflanzen weitgehend unabhängig,
die Eier werden aber mit Vorliebe in die Nähe junger Blüten-
und Blattknospen abgelegt. Die Eier sind länglich
spindelförmig und weiß-grünlich, später bräunlich
nachdunkelnd. Die Larven schlüpfen ab Mai, sie sind zunächst
hellgrün, später sattgrün mit weißem Seitenstreifen. Die
Verpuppung findet an den Zweigen der Fraßpflanze statt, in
einer grünen Gürtelpuppe mit gelbem Länsgstreifen und vorderen
braunen Makeln. Die nächste Imaginesgeneration fliegt ab Juni,
so dass die Imagines der überwinterten Generation und der
diesjährigen Generation zeitweise überlappen. Ab September
suchen die Imagines dann Winterquartiere auf. Dabei dienen
meist einfache Verstecke unter immergrünen oder
winterbelaubten Pflanzen als Orte für die Winterstarre, z.B.
Brombeergebüsche, Efeuranken, Stechpalmen oder unter den
Zweigen von Nadelbäumen. Daneben können die Tiere offenbar
auch frei in Grashorsten oder an Halmen oder Stengeln in
Winterstarre verharren.