Die Art ist auf der iberischen Halbinsel, auf der
Apennin-Halbinsel, in West- und Mitteleuropa und auf dem
britischen Archipel verbreitet. Die Verbreitungsgrenze im
Osten Europas ist unklar. In Deutschland ist die Art
hauptsächlich im äußersten Südwesten verbreitet
(Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg), in anderen Bundesländern
wird die Art nur selten nachgewiesen. Es werden zwei
Unterarten unterschieden: ssp. sicula auf der Appeninhalbinsel
und Sizilien und ssp. chrysidiforme im übrigen
Verbreitungsgebiet.
Die Art bevorzugt offene, trockene und warme Lebensräume, in
Deutschland sind das vor allem vegetationsarme Ruderalfluren,
wie Bauschutthügel, Gleiskörper, Straßen- und Wegränder.
Die Imagines fliegen von Mai bis Juli. Sie ernähren sich vom
Nektar verschiedener Pflanzenarten; sie leben etwa 2 Wochen
lang. Die Weibchen legen die schwarzen, napfförmigen Eier ab
Juni an die Blätter und Stengel von Ampfer-Arten (Gattung
Rumex) ab, vor allem an Rumex obtusifolius. Angaben in der
Literatur von Raupennahrungspflanzen aus anderen Gattungen
beruhen auf Irrtümern. Ein Weibchen kann in seiner kurzen
Lebensspanne zwischen 200 und 400 Eier ablegen. Die Larven
schlüpfen ab Juli und befallen anschließend die Wurzeln der
Wirtspflanze, in denen sie dann zwei Jahre lang fressen und
zuweilen die Wurzeln so sehr schädigen, dass die Wirtspflanze
verkümmert. Ausgewachsene Larven sind massige, weißliche
Raupen mit rotbraunem Kopf und sehr starken Mandibeln. Nach
(üblicherweise) zweimaliger Überwinterung verpuppen sich die
Larven im Frühjahr im Wurzelbereich der Wirtspflanze (die
Puppen sind verhältnismäßig schlank und rot- bis dunkelbraun),
und die neuen Imagines kriechen dann ab Mai wieder aus. Die
Larven werden von Schmarotzerfliegen (Tachinidae; Arten nicht
bestimmt) parasitiert. Überwinternde Larven erkranken auch oft
an Pilzinfektionen, die einen hohen Anteil der Larven abtöten
können.
Die Art ist durch falsche Mahdzeitpunkte gefährdet: sobald die
Raupen alt genug sind und sämtlich in die Wurzeln abgewandert
sind, ist eine Mahd der oberirdischen Pflanzenteile weniger
schädlich (ca. ab September), eine frühere Mahd vernichtet
jedoch die Eier und Jungraupen solange sie sich noch im
oberirdischen Teil der Wirtspflanzen aufhalten.
Zur Etymologie: das Artepitheton spielt auf Goldwespen
(Gattung Chrysis) an, denen die Art zwar nicht wirklich
ähnelt, aber ähnlich wie diese sehr farbenprächtig ist: lat.
-formis, -e = "-förmig, -artig", also sinngemäß
"Goldwespen-artig". Da der Gattungsname grammatikalisch
sächlich ist, muss das adjektivische Epitheton ebenfalls in
der sächlichen Form stehen.