Die Lebensweise und die Lebenszyklen der Arten sind sehr
vielfältig, so dass kaum ein allgemeingültiger Überblick
gegeben werden kann.
Imagines: Die Imagines sind überwiegend kleine bis
mittelgroße Mücken (Körperlänge bis etwa 15 mm), obwohl es
auch sehr große Vertreter mit bis zu 25 mm Körperlänge gibt.
Sie haben einen schlanken, langgestreckten Körper und lange,
sehr dünne Beine. Die Ocelli sind bei allen Arten vollständig
zurückgebildet. Einige Arten zeigen auch in Ruhe ein ständiges
Zittern ("Zitterschnaken") dessen Bedeutung unbekannt ist. Die
Imagines ernähren sich vermutlich alle von Pflanzensäften,
blutsaugende oder räuberische Arten sind nicht bekannt. Zur
Partnerfindung bilden viele Arten Tanzschwärme.
Larven: Die Larven leben je nach Art im Boden, unter
Rinde, in Pilzen oder Moosen, in Totholz oder im Wasser. Die
Tiere atmen vermutlich über die Haut, die meisten Arten haben
am Hinterende jedoch auch ein Stigmenpaar und mehrere sog.
Analschläuche oder Anallappen, deren Funktion unbekannt ist,
die aber möglicherweise ebenfalls der Atmung dienen. Die
Funktion der blasenförmigen Organe am Hinterende von manchen
wasserlebenden Arten ist unbekannt. Die Larven ernähren sich
je nach Art von pflanzlichem Detritus (in der Streuschicht des
Bodens oder in der Schlammschicht von Gewässern), Pilzen,
Algen oder Pflanzenwurzeln. Bei den limnischen Arten sind auch
einige räuberische Arten bekannt, die z.B. Ringelwürmer jagen.
Die Verpuppung erfolgt meist im Larvalhabitat. Manche
wasserlebende Larven bilden schützende Köcher, in denen sie
sich dann auch verpuppen. Landlebende Arten verpuppen sich oft
in selbstgesponnenen Gehäusen, die an Pflanzenteilen
festgeheftet werden.