Eine Zoographie ist ein Werk, das als zuverlässige Quelle für zoologische Informationen dient und in der Regel einer bestimmten Region der Welt gewidmet ist, siehe beispielsweise das mehrbändige Werk "Zoographia Rosso-Asiatica" des deutschen Zoologen und Geographen Peter Simon Pallas (1741-1811) (Abb. 1).
Die Zoographia Germaniae hat sich zum Ziel gesetzt, eine
Quelle maßgebender wissenschaftlicher Informationen über alle
in Deutschland erfassten Tierarten zu sein und diese
Informationen im Internet frei und unentgeltlich zur Verfügung
zu stellen. Dieses Ziel ist noch lange nicht erreicht und wird
sehr wahrscheinlich auch nie erreicht werden – aber auch die
längste und schönste Reise beginnt mit einem ersten Schritt.
Ich werde oft gefragt, wie viele Tierarten es denn in Deutschland gibt. Die ehrliche Antwort ist: das kann niemand endgültig sagen. Denn in Zeiten wo "das Wissen" jederzeit durch eine KI verfügbar scheint und in großen Online-Projekten wie z.B. Wikipedia gesammelt wird, vergessen wir leider nur zu oft, dass das Wissen erst durch wissenschaftliche Forschung entstehen muss. Wissenschaft aber folgt nicht der Logik eines Wikis, ist keine Demokratie, bei der eine Mehrheit entscheidet, und auch keine Diktatur, bei der eine Einzelperson bestimmt. Wissenschaft ist der Wettstreit von Hypothesen. Hypothesen wiederum sind die Ideen von einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. In Zoographia Germaniae werden Sie also nicht "alle Arten Deutschlands" finden, sondern lediglich meine persönlichen Ideen dazu, und ich werde mich bemühen, meine Hypothesen stets zu erläutern und zu begründen. Aber andere Autorinnen und Autoren werden sicherlich an vielen Stellen anderer Meinung sein, und ihre Meinung ebenfalls erläutern und begründen. Das ist nicht verwunderlich, oder gar ein Zeichen, dass mit der Wissenschaft etwas nicht stimmt. Im Gegenteil: so werden die Hypothesen und ihre Datenbasis gegeneinander gestellt, es tun sich offene Fragen auf, neue Daten werden erhoben, Hypothesen werden geändert oder verworfen, kurz: ganz normale Naturwissenschaft! In diesem Sinne wünsche ich mir, dass ich Ihnen mit der Zoographia Germaniae die Naturwissenschaft von den Tieren unserer Heimat ein Stück weit näherbringen kann und Sie die Website nützlich und interessant finden.
Zitiervorschläge
Bitte zitieren Sie die Zoographia Germaniae als Ganzes wie
folgt:
Prpic-Schäper NM (aktuelles Jahr). Zoographia
Germaniae. Online publication currently at
http://wwwuser.gwdg.de/~nprpic/webrepository. Aufgerufen am TT/MM/JJJJ.
Obwohl die Zoographia Germaniae seit 2005 online ist, geben
Sie bitte das aktuelle Jahr an, denn die Site wird fortlaufend
ergänzt.
Einzelne Seiten können Sie z. B. wie folgt zitieren:
Prpic-Schäper NM (Jahr in dem die Seite zuletzt
überarbeitet wurde). Taxonname. In: Zoographia
Germaniae. Online-Publikation derzeit unter
http://wwwuser.gwdg.de/~nprpic/webrepository. Aufgerufen am TT/MM/JJJJ.
Das Jahr in dem die betreffende Seite zuletzt überarbeitet
wurde, finden Sie ganz unten auf jeder Seite der Site.
Die "Hefte zur Tierwelt Deutschlands" können Sie wie folgt
zitieren:
Prpic-Schäper NM (Erscheinungsjahr). Titel des
Heftes. Hefte zur Tierwelt Deutschlands Heftnummer,
Seitenzahlen.
Beispiel: Prpic-Schäper NM (2010). Die Florfliegenwespen
Deutschlands (Insecta: Hymenoptera: Heloridae). Hefte zur
Tierwelt Deutschlands 1, 1-21.