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Braconidae
Familia Braconidae
Brackwespen 
 
Artenliste Überblick
Informationen zur Nomenklatur einzelner Gattungen.

Manche Taxa der folgenden Listen gelten manchmal als Untergattungen; da ich das Konzept der Untergattung jedoch meist unberücksichtigt lasse, führe ich hier alle kongenerischen Taxa als Synonyme auf.

Genus Apanteles Foerster, 1863 (Typusart: Microgaster obscurus Nees, 1834; zugleich durch ursprüngliche Festlegung und Monotypie)
= Urogaster Ashmead, 1898 (Typusart: Urogaster vulgaris Ashmead, 1898; durch nachträgliche Festlegung: Viereck, 1914)
= Holcapanteles Cameron, 1905 (Typusart: Holcapanteles sulciscutis Cameron, 1905; durch Monotypie; syn.: Fernandez-Triana et al. 2020)
= Xestapanteles Cameron, 1910 (Typusart: Xestapanteles latiannulatus Cameron, 1910; durch Monotypie)
= Cecidobracon Kieffer et Jörgensen, 1910 (Typusart: Cecidobracon asphondyliae; durch Monotypie; syn.: Fernandez-Triana et al. 2020)
= Allapanteles Brethes, 1915 (Typusart: Allapanteles cecidiptae Brethes, 1915; durch Monotypie)
Die Monophylie der Gattung ist unsicher, sie fungierte lange als Sammelbecken für Brackwespen, die in keine andere beschriebene Gattung passten. Ich folge hier dem Konzept von Fernandez-Triana et al. 2020.
Etymologie: gr. παντελής (pantelēs) = "vollständig, ganz", mit der Negativvorsilbe a-, also "unvollständig"; ein zweiendiges Adjektiv der 3. Deklination im grammatikalisch maskulinen/femininen Geschlecht. In solchen Fällen, in denen mehrere grammatikalische Geschlechter möglich sind, ist das männliche Geschlecht anzunehmen (ICZN Article 30.1.4.2.).

Genus Choeras Mason, 1981 (Typusart: Apanteles consimilis Viereck, 1911; durch ursprüngliche Festlegung)
Ich folge dem Gattungs-Konzept von Fernandez-Triana et al. 2020, die jedoch darauf hinweisen, dass die Gattung vermutlich polyphyletisch ist. Grammatikalisches Geschlecht: männlich.

Genus Cotesia Cameron, 1891 (Typusart: Cotesia flavipes Cameron, 1891; durch Monotypie)
= Cryptapanteles Viereck, 1909 (Typusart: Cryptapanteles rileyana Viereck, 1909; zugleich durch ursprüngliche Festlegung und Monotypie)
Grammatikalisches Geschlecht: weiblich.

Genus Deuterixys Mason, 1981 (Typusart: Microgaster carbonarius Wesmael, 1837; durch ursprüngliche Festlegung)
Grammatikalisches Geschlecht: weiblich.

Genus Diolcogaster Ashmead, 1900 (Typusart: Microgaster brevicaudus Provancher, 1886; durch nachträgliche Festlegung: Viereck, 1914)
= Zadiolcogaster Viereck, 1913 (Typusart: Zadiolcogaster anomus Viereck, 1913; durch ursprüngliche Festlegung)
Grammatikalisches Geschlecht: weiblich, da der genusbestimmende Namensteil -gaster ein unverändert transliteriertes griechisches Wort ist; gr. γᾰστήρ (găstḗr) f. = "Bauch".

Genus Distatrix Mason, 1981 (Typusart: Apanteles papilionis Viereck, 1912; durch ursprüngliche Festlegung)
Grammatikalisches Geschlecht: weiblich.

Genus Dolichogenidea Viereck, 1911 (Typusart: Apanteles banksi Viereck, 1911; durch Monotypie)
Die Gattung galt lange als Untergattung von Apanteles. Grammatikalisches Geschlecht: weiblich.

Genus Glyptapanteles Ashmead, 1904 (Typusart: Glyptapanteles manilae Ashmead, 1904; durch Monotypie)
Zur Etymologie: siehe Apanteles, kombiniert mit der Vorsilbe glypt- von gr. γλυπτός (gluptós) = "geschnitzt, geformt, skulpturiert".

Genus Hygroplitis Thomson, 1895 (Typusart: Microgaster russatus Haliday, 1834; durch nachträgliche Festlegung: Viereck, 1914)
Das grammatikalische Geschlecht ist umstritten, da die Etymologie des Namens unklar ist. Die Endung -itis ist üblicherweise ein Suffix um ein weibliches Demonym zu bilden (von gr. -ῖτῐς (-îtĭs)). Der Gattungsname scheint jedoch aus zwei Wörtern zu bestehen: hygr/ und /oplitis. Die Vorsilbe Hygr- stammt von gr. ὑγρός (hugrós) = "feucht, nass" und oplitis ist die neugriechische Transkription von gr. οπλίτης = "Hoplit (ein antiker Landsoldat)", das klassisch jedoch als hoplítēs zu transkribieren wäre. Unabhängig von der Transkription ist oplitis/hoplites ein grammatikalisch maskulines Wort und der ICZN befasst sich in Article 30.1.2. nur mit "unverändert ins Griechische transliterierten" Wörtern, bestimmt jedoch nicht, dass es unbedingt die klassische Transkription sein muss. Insofern kann ICZN Article 30.1.2. auf den genusbestimmenden Namensteil -oplitis angewendet werden und der Gattungsname erhält dadurch das grammatikalisch männliche Geschlecht. Der Gattungsname ist vermutlich als Wortwitz gedacht, im Sinne von "Wasser-Land-Soldat".

Genus Iconella Mason, 1981 (Typusart: Apanteles etiellae Viereck, 1911; durch Originalfestlegung)
Die Abspaltung dieses Genus von Apanteles ist umstritten, die Monophylie beider Gattungen nach Abtrennung von Iconella ist nicht phylogenetisch untersucht worden. Grammatikalisches Geschlecht: weiblich.

Genus Illidops Mason, 1981 (Typusart: Apanteles butalidis Marshall, 1889; durch Originalfestlegung)
Die Abspaltung dieses Genus von Apanteles ist umstritten, die Monophylie beider Gattungen nach Abtrennung von Illidops ist nicht phylogenetisch untersucht worden. Grammatikalisches Geschlecht: männlich (ICZN Article 30.1.4.3.).

Genus Microgaster Latreille, 1804 (Typusart: Microgaster australis Thomson, 1895; durch nachträgliche Festlegung: ICZN, 1988, frühere Typenfestlegungen wurden durch die ICZN außer Kraft gesetzt)
= Liganira Walker, 1860 (Typusart: Microgaster detractus Walker, 1860; durch Monotypie?)
= Lissogaster Bengtsson, 1926 (Typusart: Microgaster polita Marshall, 1885; durch nachträgliche Festlegung: Muesebeck & Walkley, 1951)
Zur Etymologie: gr. μῑκρός (mīkrós) = "klein" und gr. γᾰστήρ (găstḗr) = "Bauch". Grammatikalisches Geschlecht: weiblich (ICZN Article 30.1.2.).

Genus Microplitis Foerster, 1863 (Typusart: Microgaster sordipes Nees, 1834; durch Originalfestlegung)
Wie bei Hygroplitis (siehe dort) liegt die Vermutung nahe, dass der Name aus zwei Teilen besteht: gr. μικρός (mikrós) = "klein" und gr. οπλίτης = "Hoplit (ein antiker Landsoldat)", wobei letzteres Wort nicht klassisch als hoplítēs sondern modern als oplitis transkribiert wurde. Der Gattungsname erhält dadurch das grammatikalisch männliche Geschlecht.

Genus Napamus Papp, 1993 (Typusart: Apanteles vipio Reinhard, 1880; durch Originalfestlegung)
Die Abgrenzung dieser Gattung von Apanteles ist unzureichend begründet, die Berechtigung deshalb umstritten. Das grammatikalische Geschlecht wird allgemein als männlich angesehen.

Genus Paroplitis Mason, 1981 (Typusart: Paroplitis beringianus Mason, 1981; durch Originalfestlegung)
Wie bei Hygroplitis (siehe dort) liegt die Vermutung nahe, dass der Name aus zwei Teilen besteht: gr. παρα- (para-) = "neben, außer-" und gr. οπλίτης = "Hoplit (ein antiker Landsoldat)", wobei letzteres Wort nicht klassisch als hoplítēs sondern modern als oplitis transkribiert wurde. Der Gattungsname erhält dadurch das grammatikalisch männliche Geschlecht.

Genus Pholetesor Mason, 1981 (Typusart: Apanteles ornigis Weed, 1887; durch Originalfestlegung)
Das grammatikalische Geschlecht wird allgemein als männlich angesehen.

Genus Protapanteles Ashmead, 1898 (Typusart: Protapanteles ephyrae Ashmead, 1898; durch nachträgliche Festlegung: Viereck, 1914)
Die Gattung ist kaum definiert, das Konzept der Gattung variiert erheblich zwischen verschiedenen Autoren. Ich verwende hier das Konzept von Fernandez-Triana et al. 2020, die jedoch auch darauf hinweisen, dass die Berechtigung der Gattung zweifelhaft ist.
Zur Etymologie: siehe Apanteles, kombiniert mit der Vorsilbe gr. πρωτ- (prōt-) = "vor-, ur-".

Genus Rasivalva Mason, 1981 (Typusart: Microplitis stigmaticus Muesebeck, 1922; durch Originalfestlegung)
Das grammatikalische Geschlecht wird allgemein als weiblich angesehen.

Genus Sathon Mason, 1981 (Typusart: Apanteles neomexicanus Muesebeck, 1921; durch Originalfestlegung)
Das grammatikalische Geschlecht wird allgemein als männlich angesehen.

Quellen und Einzelnachweise
Fernandez-Triana J, Shaw MR, Boudreault C, Beaudin M, Broad GR. 2020. Annotated and illustrated world checklist of Microgastrinae parasitoid wasps (Hymenoptera, Braconidae). ZooKeys 920, 1-1089.

International Commission on Zoological Nomenclature. 1999. International Code of Zoological Nomenclature. Fourth Edition. The International Trust for Zoological Nomenclature, London.

Pertsch E. 1983. Langenscheidts Handwörterbuch Lateinisch-Deutsch. Langenscheidt, Berlin, München, Wien, Zürich.





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Zoographia Germaniae wird verfasst und herausgegeben von Niko Prpic-Schäper.
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