Die Art ist in Ostasien beheimatet und wurde bereits vor etwa
3000 Jahren während der chinesischen Zhou-Dynastie
domestiziert. Sie wird heute weltweit in verschiedenen
Zuchtrassen gehalten. Diese Zuchtrassen sind durch eine
Exzessivbildung an der dorsalen Schnabelwurzel (Höcker)
gekennzeichnet und werden deshalb als Höckergänse bezeichnet.
Außerdem gibt es eine ganze Reihe Hausgänserassen, die
unterschiedlich große Anteile des Erbguts der Schwanengans
bzw. der Höckergans in sich tragen (Heikkinen et al. 2020).
Aus der Haltung entflohene Höckergänse können verwildern und
freilebende Populationen bilden. In Deutschland gibt es
mehrere wildlebende Höckergans-Populationen entlang des
Rheins, die vermutlich auf absichtliche Ansiedelungen in den
1950er-Jahren zurückgehen.
Zur Nomenklatur: Linnaeus (1758) beschreibt die Art als "Anas
Cygnoid" mit dem Hinweis auf den Schnabelhöcker ("A.[nas]
rostro semicylindrico basi gibbo"). Somit liegt der
Erstbeschreibung bereits die Zuchtform ("Höckergans")
zugrunde, die Wildform war ihm also vermutlich nicht bekannt.