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Cossidae
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Cossus cossus
Weidenholzbohrer     
Rosbach vor der Höhe (Hessen), 2. Juli 2026.

Synonyme und andere Namen:
Ssp. cossus:
(1)


Die Art ist in Europa, Nordafrika und Westasien verbreitet.
Die Art bevorzugt Auenwälder und Laubmischwälder.
Die Imagines fliegen von Mai bis August; sie sind nachtaktiv und ruhen tagsüber meist an Ästen und Baumstämmen, an denen sie durch das Flügelmuster sehr gut getarnt sind. Die Imagines haben stark reduzierte Mundgliedmaßen, so dass sie vermutlich keine Nahrung aufnehmen. Die Weibchen legen die dunkelbraunen Eier einzeln oder in Gelegen von etwa 10 Stück an geschädigte oder kranke Laubbäume ab, bevorzugt an Pappel, Weide, Erle, Birke, aber auch an weitere Laubbäume wie z.B. Apfel, Birne, Walnuss, Eiche. Die Larven entwickeln sich unter der Rinde und im tieferen Holz über einen Zeitraum von 2 bis 4 Jahren. Sie sondern aus Mandibulardrüsen ein Sekret ab, das einen gut wahrnehmbaren Essiggeruch verströmt und das vermutlich zur Feindabwehr dient. Zur Verteidigung können sie eine bräunliche, stark riechende Wehrflüssigkeit verspritzen. Junge Larven überwintern üblicherweise unter der Rinde oder im Holz. Bei starkem Befall kann der Larvenfraß die Wirtspflanze zum Absterben bringen; bei Nahrungsmangel können die Larven dann auf eine nahegelegene Wirtspflanze überwechseln. Alte Larven, nun unverwechselbar oben violettrot, unten rosa-gelblich gefärbt und bis zu 10 cm lang, verlassen oft im Jahr vor der Verpuppung im Herbst (daher der Name "Herbstraupen") die Fraßgänge und verbringen den letzten Winter vor der Verpuppung im Boden, in Holzhaufen oder ähnlichen Schlupfwinkeln in einem schützenden Gespinst. Einige alte Raupen bleiben aber auch im letzten Winter vor der Verpuppung in der Wirtspflanze. Die Verpuppung findet nach der Überwinterung ab den ersten warmen Frühlingstagen statt, in einem Kokon aus fester, gelblicher Seide und reichlich Partikeln aus der Umgebung (Erde bzw. Holzspäne). Die Tiere, die bereits im Freien überwintert haben, verpuppen sich direkt unter der Erdoberfläche. Die Tiere, die noch in der Wirtpflanze überwintert haben, verlassen entweder die Wirtspflanze und verpuppen sich ebenfalls im Boden oder sie bleiben in der Wirtspflanze und verpuppen sich direkt unter der Rinde. Die Puppenruhe ist nur kurz (etwa 20 Tage), danach durchtrennt die Puppe mit dem Stirnfortsatz den Kokon, schiebt sich weit hindurch und die Imago kann auskriechen.

Quellen und Einzelnachweise
Ebert G (Herausgeber). 1994. Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 3: Nachtfalter I. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.




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Zoographia Germaniae wird verfasst und herausgegeben von Niko Prpic-Schäper.
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