Eine kleine Art mit orange-gelben Vorderflügeln mit einem
dreieckigen dunklen Makel. Spannweite der Flügel etwa 9 bis 10
mm. Die Art ist in Europa (Abb. 1), Kleinasien und in
Nordamerika weit verbreitet. In Deutschland ist die Art nur
lückenhaft nachgewiesen, kommt aber vermutlich bundesweit in
geeigneten Lebensräumen vor.
Die Imagines fliegen von Juni bis August. Sie sind nachtaktiv.
Die Art bevorzugt lichte Wälder und Parks mit altem
Baumbestand. Die Larven sind hell bräunlich mit dunkelbraunem
After- und Nackenschild und schwarzbraunem Kopf. Sie
entwickeln sich ab September an mit Flechten bewachsenen oder
abgestorbenen Zweigen verschiedener Laubbäume und -büsche.
Eine besondere Bindung an Ginster, wie der deutsche Artname
suggeriert, existiert nicht. Sie ernähren sich vermutlich von
Totholz unter der Rinde, daneben möglicherweise auch von
Holzbewuchs (Flechten, Moose, Algen). Die Larven überwintern,
verpuppen sich im Frühjahr und die Imagines kriechen dann
wieder ab Juni aus.
Zur Etymologie: lat. lunaris, -e = "mondförmig"; in
Bezug auf den dunklen Makel, der in der Seitenansicht in der
Form an einen Sichelmond erinnert ("Mondfleck").