Die Art ist in Europa und Kleinasien verbreitet. In
Deutschland kommt die Art in allen Bundesländern vor und ist
lokal häufig.
Die Art bevorzugt feuchte Laub- und Laubmischwälder mit
ausreichend Totholz. Die Imagines fliegen von Juni bis August.
Die Flügel sind rotbraun mit gelben Linien und Makeln.
Spannweite 20 – 28 mm. Die Tiere sind tagaktiv und fliegen vor
allem an sonnigen Nachmittagen und Abenden. Die Larven sind
grau mit dunkleren Punkten, seitlich mit jeweils einem
undeutlichen helleren Längsstreifen. Kopf, Nacken- und
Analschild sind braun. Sie entwickeln sich ab Juli in
Seidenröhren im morschen Holz und Rinde verschiedener
Laubbäume und Sträucher (u.a. Eiche, Hasel, Esche, Birke,
Erle). Sie ernähren sich vermutlich von Pilzen. Die Larven
überwintern und verpuppen sich ab Mai in einem Seidenkokon im
Fraßgang. Vor der Verpuppung bereiten sie ein Schlupfloch im
Holz vor, das sie sorgfältig mit einem Deckel aus Seide
verschließen.
Zur Etymologie: lat. forfex = "Zange, Barbierschere",
verbunden mit der typischen, von Linnaeus eingeführten
-ella-Endung aller Artepitheta in den "Tineae". Zugleich aber
auch der doppelte Diminutiv von forfex (forfex, forficula,
forficella), also "winzige Zange", eine Anspielung auf die
gelbe Flügelzeichnung, die beim ruhenden Tier von dorsal
betrachtet an eine Kneifzange oder Federstahlpinzette
erinnert.