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Oecophoridae
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Harpella forficella
Zangentotholzmotte     
Ostheim vor der Rhön (Bayern), 15. August 15 2004.

Synonyme und andere Namen:
(1) Phalaena forficella Scopoli, 1763
(2) Phalaena flavella Fabricius, 1775
Alucita flavella Fabricius, 1775
(3) Tinea majorella Denis et Schiffermueller, 1775

Die Art ist in Europa und Kleinasien verbreitet. In Deutschland kommt die Art in allen Bundesländern vor und ist lokal häufig.
Die Art bevorzugt feuchte Laub- und Laubmischwälder mit ausreichend Totholz. Die Imagines fliegen von Juni bis August. Die Flügel sind rotbraun mit gelben Linien und Makeln. Spannweite 20 – 28 mm. Die Tiere sind tagaktiv und fliegen vor allem an sonnigen Nachmittagen und Abenden. Die Larven sind grau mit dunkleren Punkten, seitlich mit jeweils einem undeutlichen helleren Längsstreifen. Kopf, Nacken- und Analschild sind braun. Sie entwickeln sich ab Juli in Seidenröhren im morschen Holz und Rinde verschiedener Laubbäume und Sträucher (u.a. Eiche, Hasel, Esche, Birke, Erle). Sie ernähren sich vermutlich von Pilzen. Die Larven überwintern und verpuppen sich ab Mai in einem Seidenkokon im Fraßgang. Vor der Verpuppung bereiten sie ein Schlupfloch im Holz vor, das sie sorgfältig mit einem Deckel aus Seide verschließen.
Zur Etymologie: lat. forfex = "Zange, Barbierschere", verbunden mit der typischen, von Linnaeus eingeführten -ella-Endung aller Artepitheta in den "Tineae". Zugleich aber auch der doppelte Diminutiv von forfex (forfex, forficula, forficella), also "winzige Zange", eine Anspielung auf die gelbe Flügelzeichnung, die beim ruhenden Tier von dorsal betrachtet an eine Kneifzange oder Federstahlpinzette erinnert.

Quellen und Einzelnachweise
Hannemann HJ. 1997. Oecophoridae, Chimabachidae, Carcinidae, Ethmiidae, Stathmopodidae. In: Zoologisches Museum Berlin (Herausgeber). Die Tierwelt Deutschlands, 70. Teil, Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera V. Begründet von Friedrich Dahl. Gustav Fischer Verlag, Jena, Stuttgart, Lübeck, Ulm.




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