Arten aus aller Welt können durch den Menschen absichtlich
oder versehentlich in Deutschland freigelassen oder hier
eingeschleppt werden. Solche eingeführten Arten, können sich
etablieren und gehören dann zur Fauna Deutschlands. Diese
Arten sind dann in den Artenlisten bei den einzelnen Familien
enthalten. Nachweise von Arten, die immer wieder absichtlich
oder versehentlich nach Deutschland eingeschleppt oder in
Deutschland freigelassen werden, sich aber nicht in
Deutschland eingebürgert haben, sammle ich stattdessen hier
auf dieser Seite und gebe ggf. kurze Angaben zur Fundsituation
der jeweiligen Art in Deutschland.
Familia CASTNIIDAE – Tagfaltermotten
Paysandisia archon (Burmeister, 1880) – Palmenmotte
= Castnia archon Burmeister, 1880
= Castnia josepha Oberthür, 1914
Diese sehr große und tagaktive Art stammt aus Südamerika und
erinnert mit ihrem schnellen, kraftvollen und geradlinigen
Flugverhalten zunächst eher an kleine Vögel als an das meist
tänzelnde oder segelnde Fliegen der großen Tagfalter. Die
Larven fressen in Palmen verschiedener Arten und wurden in den
1990er-Jahren mit Palmenimporten nach Europa eingeschleppt.
Inzwischen ist die Art in vielen Ländern des Mittelmeerraums
fest etabliert und stellenweise ein gefürchteter Schädling an
Palmen. In Deutschland gibt es mehrere Meldungen, stets im
Zusammenhang mit importierten Palmen. Da die Nahrungspflanzen
der Larven in Deutschland (noch) nicht winterhart sind, ist
eine dauerhafte Etablierung der Art in Deutschland nicht
möglich.
Familia COSMOPTERIGIDAE
Anatrachyntis badia (Hodges, 1962)
Eine Art aus dem tropischen Amerika, die häufig mit
Pflanzentransporten eingeschleppt wird. Die Larven ernähren
sich von pflanzlichem Detritus. In Europa ist sie im
Mittelmeerraum inzwischen fest etabliert. In Mitteleuropa ist
sie nur in dauerhaft geheizten Räumen bekannt (z.B.
Tropenhäuser von Freizeitparks, Zoos und botanischen Gärten).
Die Art ist in Deutschland nicht etabliert.
Familia CRAMBIDAE
Circobotys butleri (South, 1901) – Bambuszünsler
= Crocidophora butleri South, 1901
= Sinibothys butleri (South, 1901)
Diese Art kommt in Ostasien vor, die Raupen leben an
Bambus-Arten (z. B. Gattungen Phyllostachys, Fargesia;
Poaceae). Die Raupen werden häufig mit importierten
Bambuspflanzen nach Europa eingeschleppt, im Mittelmeerraum
ist die Art möglicherweise sogar bereits etabliert. In
Deutschland liegt bislang nur ein Fund aus Bayern vor
(Morawietz 2019), die Art ist hier nicht etabliert, obwohl die
Wirtspflanzen beliebte Gartenpflanzen sind und nahezu
flächendeckend in ganz Deutschland vorkommen.
Familia EREBIDAE
Antichloris viridis Druce, 1884
Die Raupen dieser amerikanischen Art leben unter anderem an
Bananenblättern (Gattung Musa; Musaceae). Die Puppen sind
üblicherweise an den unreifen Bananenfrüchten befestigt und
werden auf diese Weise immer wieder mit Bananenimporten
eingeschleppt. Die daraus schlüpfenden Imagines werden dann
meist in Lagerhallen oder Supermärkten nachgewiesen. Die Art
ist in Deutschland nicht etabliert.
Hipoepa fractalis (Guenee, 1854)
Diese Art ist in Asien, Afrika und Australien weit verbreitet
und wird auch in Europa gelegentlich gemeldet, wobei
üblicherweise eine Einschleppung durch Pflanzenimporte (v.a.
Orchideen) vermutet wird. Die Art ist in Deutschland nicht
etabliert, es scheint bislang nur eine einzige Einschleppung
mittels einer ostasiatischen Orchideenart (Gattung Vanda;
Orchidaceae) gegeben zu haben (Lepiforum: Online-Quelle 1).
Die Gattungen Polypogon, Pechipogo, Herminia, Hipoepa und
Zanclognatha sind nahe miteinander verwandt und sich
morphologisch sehr ähnlich. Teilweise wurden diese Gattungen
auch miteinander synonymisiert, derzeit führen die meisten
Autoren diese Gruppen jedoch als separate Gattungen.
Problematisch bleiben jedoch einige Arten, die sich wegen der
noch ungenügenden Kenntnisse der phylogenetischen
Verwandtschaft dieser Gruppen nicht sicher in die eine oder
andere Gattung einordnen lassen. Hipoepa fractalis gehört zu
diesen Arten: manche Autoren ordnen sie in die Gattung
Polypogon oder in die Gattung Zanclognatha ein, die Mehrzahl
der Autoren jedoch in die Gattung Hipoepa. Ich folge hier der
letzteren Auffassung und ordne die Art der Gattung Hipoepa zu.
Familia GRACILLARIIDAE
Phyllocnistis citrella Stainton, 1856 –
Zitrusminiermotte
Die Larven der Art minieren in den Blättern verschiedener
Citrus-Arten (Rutaceae). Sie ist deshalb weltweit überall dort
zu finden, wo ihre Wirtspflanze wächst. In Deutschland sind
Arten der Gattung Citrus nicht winterhart, deshalb ist eine
Etablierung der Zitrusminiermotte im Freiland (noch) nicht
möglich. Die Art wird jedoch öfter mit Zitruspflanzen
eingeschleppt und wird dann in Baumärkten, Gartenmärkten und
privaten Wintergärten gefunden.
Familia LYCAENIDAE
Tomares ballus (Fabricius,
1787) – Grüner Feuerfalter
= Papilio ballus Fabricius, 1787
= Thestor ballus (Fabricius, 1787)
Diese Art kommt hauptsächlich in Nordafrika und auf der
iberischen Halbinsel vor. Die Art ist nur durch eine
historische Meldung aus Baden-Württemberg für Deutschland
gemeldet, was jedoch allgemein als Falschmeldung verworfen
wird. Allerdings ist die Art durch die grün gefärbten
Hinterflügelunterseiten in beiden Geschlechtern eigentlich in
Europa mit keiner anderen Feuerfalterart zu verwechseln. Beim
entspannt ruhenden Falter mit geschlossenen Flügeln und
zwischen die Hinterflügel gesenkten Vorderflügeln (so dass das
Orange des Vorderflügels kaum sichtbar ist) ist jedoch bei
einer möglicherweise nur flüchtigen Beobachtung eine
Verwechslung mit dem Grünen Zipfelfalter Callophrys
rubi durchaus denkbar.
Familia NYMPHALIDAE
Charaxes jasius (Linnaeus, 1767) –
Erdbeerbaumfalter
Diese Art lebt im Mittelmeerraum. Die bisherigen Funde aus
Bayern gehen auf versehentliche Einschleppung der Larven mit
Pflanzenimporten zurück.
Dryas iulia (Fabricius, 1775) – Julia
Die Art kommt im tropischen Amerika vor, wird aber gerne in
Schmetterlingshäusern gehalten und entweicht vor dort häufig.
In den Sommermonaten können deshalb Falter in der Nähe von
Schmetterlingshäusern angetroffen werden; sie überleben den
mitteleuropäischen Winter jedoch nicht.
Esperarge roxelana (Cramer, 1777)
= Kirinia roxelana (Cramer, 1777)
Diese Art kommt in Vorderasien und Südosteuropa vor. Meldungen
aus Deutschland sind versehentlich verschleppte Individuen
oder Fehlbestimmungen. Die Art war lange in der Gattung
Kirinia, wurde aber von Spitsyn et al. (2019) in die Gattung
Esperarge überführt.
Morpho helenor (Cramer, 1776)
Die Art kommt im tropischen Amerika vor, ist aber ein
beliebter Falter in Schmetterlings- und Tropenhäusern und
entweicht häufig von dort. Entwichene Tiere können im Sommer
beobachtet werden, überleben den mitteleuropäischen Winter
jedoch nicht.
Neptis rivularis (Scopoli, 1763) – Schwarzer
Trauerfalter
Die Art ist in Osteuropa und in Asien weit verbreitet. In
Deutschland gibt es bislang nur einen Fund aus Bayern, bei dem
sehr wahrscheinlich die Larve oder Puppe durch einen
Pflanzenimport eingeschleppt wurde. Die Art ist in Deutschland
nicht heimisch.
Vanessa braziliensis Moore, 1883 – Brasilianischer
Distelfalter
= Vanessa virginiensis auct. nec Drury, 1773 (Fehlbestimmung)
Diese Art ist in Südamerika beheimatet und außerhalb ihres
natürlichen Verbreitungsgebiets nur selten anzutreffen. Ich
habe beispielsweise drei Exemplare dieser Art gemeldet, die
laut den Angaben auf ihren Etiketten auf den Kanarischen
Inseln (Spanien) gesammelt wurden (Prpic 1999). Abgesehen von
den beiden Möglichkeiten, dass es sich um eine fehlerhafte
Etikettierung handelt oder dass es auf den Kanarischen Inseln
eine Population dieser Art gibt (bzw. gab), könnten diese drei
Exemplare auch durch Luftströmungen oder Stürme aus Südamerika
auf den Archipel gelangt sein oder versehentlich per Schiff
oder Flugzeug eingeschleppt worden sein. Der einzige Nachweis
dieser Art für Deutschland ist ein einzelnes Exemplar, das
1974 in Frankfurt am Main (Hessen) gesammelt wurde, jedoch
fälschlicherweise als Vanessa virginiensis identifiziert wurde
(siehe Diskussion in Crolla et al. 2002). Dieses Exemplar ist
somit auch die Grundlage für den (fehlerhaften) Nachweis von
Vanessa virginiensis in Deutschland, der wiederholt in
Faunenlisten für Deutschland aufgeführt wird; die echte
Vanessa virginiensis wurde bisher nicht in Deutschland
nachgewiesen. Crolla et al. (2002) vermuten, dass das Exemplar
entweder durch versehentliche Einfuhr (z. B. per Flugzeug)
oder durch absichtliche Freisetzung nach Frankfurt gelangt
ist.
Vanessa vulcania (Godart, 1819) – Kanaren-Admiral
Diese Art ist ein Endemit der Kanarischen Inseln. Das Taxon
galt früher als Unterart des Indischen Admirals Vanessa
indica, mit der es das verästelte rote Band der
Vorderflügeloberseite gemeinsam hat. Allerdings ist die
Flügelgrundfarbe nicht wie bei V. indica braun, sondern wie
bei V. atalanta ein samtiges Schwarz. Die Art wird immer
wieder von außerhalb der Kanaren gemeldet, dabei handelt es
sich jedoch mit großer Sicherheit um Verwechslungen mit V.
atalanta, bei der es auch hin und wieder Exemplare mit etwas
verästeltem roten Band gibt, was vermutlich zur Fehlbestimmung
verleitet. Aus Deutschland gibt es auch Meldungen, die aber
als verschleppte Kanaren-Tiere oder Fehlbestimmungen von V.
atalanta gedeutet werden.
Familia PAPILIONIDAE
Papilio demoleus Linnaeus, 1758 – Indischer
Citrus-Schwalbenschwanz
Diese Art ist in mehreren Unterarten in der Südhälfte Asiens
und in der Australis verbreitet, die Raupen leben
hauptsächlich an Citrus-Arten (Rutaceae), in Australien auch
an Arten der Gattung Cullen (Fabaceae). Die
Entwicklungsstadien der Art werden häufig mit Citrus-Pflanzen
verschleppt. Außerdem ist P. demoleus eine beliebte Art in
Schmetterlings- und Tropenhäusern z. B. von Zoos und
botanischen Gärten. Dadurch können eingeschleppte Individuen
oder Haltungsflüchtlinge auch außerhalb des
Verbreitungsgebietes der Art gefunden werden. Aus Deutschland
liegen mehrere Meldungen vor, meist in der Nähe von
Schmetterlingshäusern oder Gartencentern.
Familia PIERIDAE
Anthocharis euphenoides Staudinger,
1869) – Gelber Aurorafalter
Diese Art kommt auf der iberischen Halbinsel und entlang der
westlichen Mittelmeerküste Europas vor. Unter dem Namen
Papilio eupheno (und anderen Gattungskombinationen) wird die
Art in älteren Werken für "Germania" angegeben. Diese Angaben
gehen alle auf das Panzersche Werk "Devtschlands Insecten"
zurück, der die Art in Heft 75 unter dem Namen "Papilio Danaus
Eupheno" vorstellt. Das "Devtschland", auf das sich Panzer in
seinem Werk bezieht, ist jedoch das "Heilige Römische Reich
Deutscher Nation", das bis ans Mittelmeer reichte. In der
Bundesrepublik Deutschland ist die Art nie vorgekommen.
Euchloe ausonia (Hübner, 1804) – Östlicher
gesprenkelter Weißling
Diese Art ist auf der Appeninhalbinsel, in Südosteuropa und in
Vorderasien verbreitet. Die Art kam nie in Deutschland vor,
Angaben für Deutschland fußen auf dem historischen Konzept von
"Anthocharis belia" (siehe Euchloe crameri) oder auf
Verwechslungen mit Pontia edusa oder weiblichen Anthocharis
cardamines.
Euchloe crameri Butler, 1869 – Westlicher
gesprenkelter Weißling
Diese Art ist auf der iberischen Halbinsel, entlang der
westlichen europäischen Mittelmeerküste und in Nordafrika
verbreitet. Sie taucht in der Literatur des 19. Jahrhunderts
unter dem Namen Anthocharis belia (und in anderen
Gattungskombinationen) auf, wobei sich die Verwendung des
Epithetons belia aber nicht auf Linné bezieht (der damit den
Nordafrikanischen Aurorafalter Anthocharis belia Linnaeus,
1767 belegt hat), sondern auf die Fehlinterpretationen anderer
Autoren (z.B. Cramer, Boisduval) stützt. Außerdem wurden die
Sp. crameri, simplonia, und ausonia meist unter "belia"
vermengt. Die Art kam nie auf dem Gebiet der heutigen
Bundesrepublik Deutschland vor, Angaben für Deutschland fußen
auf der Angabe "Germania" in Ménétriès (1855), das damals als
"Deutscher Bund" auch Österreich und Teile der Adriaküste
miteinschloss.
Euchloe simplonia (Boisduval, 1828) – Mattscheckiger
Weißling
Diese Art ist in den Pyrenäen, den Alpen und Gebirgsregionen
in Asien mit weit getrennten Populationen verbreitet. Die Art
kam nie in Deutschland vor, Angaben für Deutschland fußen auf
dem historischen Konzept von "Anthocharis belia" (siehe
Euchloe crameri).
Euchloe tagis (Hübner, 1804)
= Iberochloe tagis (Hübner, 1804)
Diese Art kommt auf der iberischen Halbinsel, im südlichen
Westeuropa und in Nordafrika vor. Eine historische Meldung aus
Thüringen beruht mit Sicherheit auf einer Fehlbestimmung (z.B.
mit der ähnlichen Pontia edusa oder dem Weibchen von
Anthocharis cardamines). Die Art kam nie auf dem Gebiet der
heutigen Bundesrepublik Deutschland vor.
Gonepteryx cleopatra (Linnaeus, 1767) –
Mittelmeer-Zitronenfalter
Diese Art ist in mehreren Unterarten in der westlichen
Mittelmeerregion verbreitet und kommt auch auf den Kanarischen
Inseln und Madeira vor. Ein Fund eines toten, unvollständigen
Exemplars an einer Bundesstraße in Nordrhein-Westfalen wird
allgemein als versehentliche Einschleppung angesehen, z.B. als
Anhaftung an einem Auto. Die Angabe bei Meigen (1827) "Im
südl. Deutschlande" und vergleichbare Angaben für "Germania"
gehen alle auf das Panzersche Werk "Devtschlands Insecten"
zurück, der die Art in Heft 74 als "Papilio Danaus Cleopatra"
vorstellt. Das "Devtschland" auf das sich Panzer in seinem
Werk bezieht ist jedoch das "Heilige Römische Reich Deutscher
Nation", das noch Bereiche der nördlichen Adria umfasste, also
Teile des natürlichen Verbreitungsgebietes der Art, die heute
zu Italien, Slowenien und Kroatien gehören.
Familia SESIIDAE
Tyrictaca hyalina – Bonsai-Glasflügler (Kallies et
Arita, 2001)
Diese Art kommt in Südostasien vor und wird vereinzelt mit
Pflanzenimporten verschleppt, hauptsächlich mit der
chinesischen Feige Ficus microcarpa (Moraceae).
Familia YPONOMEUTIDAE
Argyresthia impura (Staudinger, 1879) –
Wacholderknospenmotte
= Zelleria impura Staudinger, 1879 (TM: Lectotypus, Van
Nieukerken & Groenendijk 2026)
= Hofmannia impura (Staudinger, 1879)
= Blastotere buvati Gibeaux, 1993 (TM: Holotypus, Van
Nieukerken & Groenendijk 2026)
= Argyresthia buvati (Gibeaux, 1993)
Die Art stammt aus Vorderasien und den südlichen Gegenden
Europas. Die Larven fressen vermutlich an verschiedenen Arten
von Wacholder (Gattung Juniperus). Die Vorderflügel der
Imagines sind hellgrau und unregelmäßig schwarz und
schwarzbraun gepunktet und gefleckt. Die Flügelspannweite
beträgt etwa 12 bis 15 mm. Seit 2018 gibt es wiederholt
Einzelfunde aus Deutschland, Belgien, und den Niederlanden.
Diese Fundmeldungen fallen bislang alle in die Winterzeit, oft
um Weihnachten herum. Hier liegt also der Verdacht nahe, dass
die Tiere mit Pflanzenmaterial ins Haus eingeschleppt wurden.
Vom Chinesischen Wacholder Juniperus chinensis sind lebende
Stecklinge (etwa 20-30 cm hoch, oft mit Sprühschnee verziert)
als Tischdeko im Advent sehr beliebt und vom Blauwacholder
Juniperus squamata werden Gestecke und Kränze als
Weihnachtsdeko im Handel angeboten. Es ist deshalb möglich,
dass die Tiere jedes Jahr erneut aus den Gartenbaubetrieben in
denen die Dekobäumchen gezogen werden verteilt werden. Die
meisten dieser Betriebe sind in den Niederlanden und in
Norddeutschland angesiedelt, also dort, wo auch die Funde der
Tiere gemeldet wurden. Dies eröffnet die Möglichkeit, dass es
zumindest in den betroffenen Gartenbaubetrieben über Jahre
hinweg stabile Populationen der Art geben könnte. Es ist
schwer zu beurteilen, ob die Art das Potential hat, in
Deutschland bodenständig zu werden. Falls die Larven den
einheimischen Wacholder Juniperus communis akzeptieren, wäre
zumindest theoretisch eine Einbürgerung denkbar.
Zelleria oleastrella (Milliere, 1864) –
Olivengespinstmotte
= Tinea oleastrella Milliere, 1864
Die Art kommt im westlichen Mittelmeerraum vor, die Larven
leben an Ölbaum (Gattung Olea). Mit importierten Olivenbäumen
wird die Art immer wieder nach Mitteleuropa eingeschleppt,
kann sich jedoch nicht etablieren, da weder sie selbst noch
ihre Raupennahrungspflanzen in Deutschland winterhart sind.