Es werden keine Unterarten unterschieden. Das nominale Taxon
reaumurella wurde früher als Unterart oder eigenständige Art
betrachtet, ist aber nach den vorliegenden Daten nur eine
allelische Farbvariante.
Zur Nomenklatur: die Formelhaftigkeit vieler
Schmetterlingsnamen hat bereits Linnaeus (1758) eingeführt;
solche Namen müssen nach den Nomenklaturregeln jeweils für
sich analysiert und bewertet werden (siehe Erklärung).
Die Originalbeschreibung dieser Art als "Phalaena
swammerdamella" hält sich an die von Linnaeus (1758)
eingeführte Formelendung -ella für die Gruppe Tineae. Es gilt
nun zu bewerten, ob ein adjektivischer Gebrauch vorliegt. Die
Wortform bezieht sich offensichtlich auf den niederländischen
Naturforscher Jan Swammerdam (1637 – 1680), dessen Nachname
mit der Tineae-Formelendung -ella verküpft wurde. Ein solches
Vorgehen war von Linnaeus (1758) vermutlich als adjektivische
Verwendung gedacht (im Sinne von "die swammerdamsche
Phalaena"), könnte aber auch als Widmung im genitivischen
Gebrauch gedeutet werden (im Sinne von "Swammerdams
Phalaena"). Die Endung -ella ist aber keine reguläre
Adjektivendung (außer bei wenigen von Diminutiven abgeleiteten
Adjektiven, z. B. pulchella), und keine Partizipialendung oder
Genitivendung. Somit fällt es nicht unter ICZN Article 31.2.2.
"where it may be either" ("wenn es beides sein könnte"),
sondern es ist linguistisch betrachtet keines von beiden: es
handelt sich weder um ein lateinisches Adjektiv/Partizip noch
um ein lateinisches Substantiv. Das Epitheton ist überhaupt
kein echtes (d.h. linguistisch belegtes) lateinisches Wort und
stellt auch keine Latinisierung eines nicht-lateinischen
Wortes dar. Die Wortschöpfung swammerdamella fällt also unter
ICZN Article 31.2.3. ("be treated as indeclinable") und wird
somit nicht an das grammatikalische Geschlecht des
Gattungsnamens angepasst.